SG BBM Bietigheim Drei spanische Jubiläen gegen Nordhorn

Von bzh
Das spanische Trainerduo mit Iker Romero (Mitte) und seinem Assistenten Sebastia Salvat bestreitet gegen die HSG Nordhorn-Lingen das 50. Punktspiel in Diensten der SG BBM Bietigheim. Foto: /Marco Wolf

Der Bietigheimer Spielmacher Juan de la Peña absolviert gegen die HSG Nordhorn-Lingen sein 100. Zweitliga-Spiel. Für Trainer Romero und dessen Assistent Salvat steht das 50. Punktspiel mit der SG BBM an.

Der beste Angriff trifft auf die zweitbeste Abwehr der Zweiten Handball-Bundesliga: Die SG BBM Bietigheim erwartet an diesem Freitag (19.30 Uhr) die HSG Nordhorn-Lingen in der Halle am Viadukt.

„Fiesta España“ heißt es dabei an der Enz Denn beim Duell zwischen SG und HSG feiern die drei Spanier in Bietigheims Reihen Jubiläum: Spielmacher Juan de la Peña absolviert sein 100. Zweitliga-Duell, für Trainer Iker Romero und dessen Assistenten Sebastià Salvat steht das 50. Punktspiel mit der SG seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2021 an. „Das habe ich nicht gewusst“, reagierte Iker Romero überrascht. „Aber von mir aus können es gerne 100 und mehr Spiele werden. Ich fühle mich hier wohl und es macht sehr viel Spaß mit der Mannschaft zu arbeiten.“ Die Bilanz seiner bisherigen 49 SG-Begegnungen: 25 Siege, drei Remis, 21 Niederlagen.

Stabilität fehlt

Zuletzt gab es drei Dämpfer. Zwischen den Spielverlusten gegen Dormagen, Lübeck-Schwartau und Rostock lag zwar die gewonnene Partie gegen Zaporizhzhia, aber diese Punkte werden am Ende gestrichen. In der bereinigten Tabelle stehen daher nur 10:10 Zähler auf dem Konto. „Uns fehlte zuletzt die Stabilität, wir haben zu viele technische Fehler gemacht“, bemängelt Romero. Das trug dazu bei, dass die SG bereits 315 Gegentreffer kassierte. Mit 335 Buden haben die Ellentäler zwar den torhungrigsten Angriff der Liga, aber die Offensivpower reichte nicht immer aus, um die Ballverluste wettzumachen.

Nordhorn traf zwar nur 287 Mal, steht aber bei 14:8 Punkten, weil die Niedersachsen nach Eisenach (261) mit nur 280 Gegentreffern die stabilste Abwehr der Liga haben. Das ist ein Verdienst von Daniel Kubes. Der Tscheche gehörte einst zu den besten Abwehrspielern der Bundesliga. Auf eine zupackende Defensive setzt der ehemalige Strafbankkönig auch in Nordhorn. Kein Team kassierte bisher mehr Zeitstrafen (118 Strafminuten) und in der Einzelwertung „führt“ mit Kreisläufer Nebojsa Simovic (40) ein Nordhorner klar. Auch Romero bekam es in seiner aktiven Zeit öfter mit Kubes zu tun: „Das ist ein sehr guter Kollege, ein netter Kerl, aber nicht als Abwehrspieler. Gegen ihn war es immer hart und tat weh.“

Geschenke wird es auch für seine Mannschaft nicht geben. „Das ist ein enorm starker Gegner, gegen den wir keine Fehler machen dürfen“, warnt Romero. Der Weltmeister von 2005 verweist auf die letzte Saison: „Nordhorn hat bis zum Ende um den Aufstieg mitgespielt.“ Weil der ausblieb, wurde das Team verstärkt. So kam Linksaußen Jaime Fernández von Ademar Leon. Stört ausgerechnet der Spanier Bietigheims Fiesta España? Der Nationalspieler, in der Juniorenauswahl zusammen mit Juan de la Peña am Ball, ist mit 58 Treffern Nordhorns bester Torschütze.  bzh

 
 
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