SG BBM Bietigheim Hüttenberg stellt SG BBM nur kurzzeitig vor Probleme

Von Michael Nachreiner
Dominik Claus (Mitte) und die Handballer der SG BBM mussten im DHB-Pokal gegen den TV Hüttenberg in der Offensive körperlich ganz schön was einstecken. Foto: /Oliver Bürkle

Elf Tage nach der Gala in der Zweiten Liga kämpft Bietigheim den TVH auch im DHB-Pokal nieder. Beim 31:26 haben die Gastgeber die Partie im Großen und Ganzen im Griff. Nur nach dem Seitenwechsel stellen die Hessen die Hausherren vor unlösbare Aufgaben.

Die Handballer der SG BBM Bietigheim stehen das erste Mal seit 2016 wieder im Achtelfinale des DHB-Pokals. Am Mittwochabend setzten sie sich gegen den Zweitligakonkurrenten TV Hüttenberg mit 31:26 (16:13) in der Viadukthalle durch. Träume auf einen ganz großen Coup sind aber verboten. „Es wäre vermessen, jetzt vom Final Four in Köln zu sprechen“, sagt SG-Geschäftsführer Bastian Spahlinger. „Ich bin erst einmal froh, dass wir eine Runde weitergekommen sind.“

Ein bisschen liebäugelt er aber zumindest mit einem großen Namen in der Runde der besten 16. „Als Geschäftsführer würde ich mir einen etablierten Erstligisten wünschen. Aus sportlicher Sicht wäre aber sicherlich ein Team auf Augenhöhe besser“, erklärt Spahlinger. Bietigheims Torwart Konstantin Poltrum ist dagegen der nächste Gegner egal, der am Freitag ausgelost wird. „Ich habe einfach Bock zu spielen“, sagt der 28-Jährige, der die kompletten 60 Minuten gegen Hüttenberg zwischen den Pfosten stand – und ein starker Rückhalt für sein Team war.

„Ich kam ganz gut ins Spiel, hatte aber auch eine gute Abwehr vor mir“, berichtet Poltrum. Überhaupt dominierten an diesem Abend auf beiden Seiten die Abwehrreihen. Zunächst kamen die Bietigheimer mit der 3-2-1-Deckung der Hessen ganz gut zurecht. Mit viel Tempo erspielten sie sich immer wieder freie Würfe – selbst nach einfachem Kreuzen im Rückraum. „Wir hatten anfangs einen guten Spielfluss“, zieht Spahlinger als Fazit. Bei 6:9 in der 16. Minute reagierte TVH-Trainer Johannes Wohlrab und beorderte sein Team in einer Auszeit in ein 6-0. Gebracht hat es wenig. Die Bietigheimer verteidigten ihren Vorsprung bis zum 16:13 beim Seitenwechsel.

Von einem Spielfluss war nach Wiederbeginn aber gar nichts zu sehen – auf beiden Seiten. Gut sechseinhalb Minuten dauerte es, bis die Hüttenberger das erste Tor in der zweiten Halbzeit erzielten, gar acht Minuten und zehn Sekunden, ehe Alexander Velz für die SG zum ersten Mal erfolgreich war. Beim 18:18 hatten die Hessen die Partie sogar wieder ausgeglichen (43.). „Wir haben uns viele dumme einfache Fehler geleistet. Da waren wir zu nachlässig“, ärgert sich SG-Torwart Poltrum. „Die 3-2-1-Deckung lebt davon, zäh und ekelig zu bespielen zu sein. Wir haben es aber auch nicht geschafft, bei Fouls oder Halbfouls den Ball weiterzuspielen, damit die Hüttenberger ins Laufen kommen.“

Doch nachdem die Bietigheimer den Ausgleich hinnehmen mussten, lief es bei ihnen wieder. Mit vier Toren in Folge setzten sie sich wieder auf 22:18 ab (47.). Diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeber auch nicht mehr nehmen. Selbst ein Torwartwechsel bei den Hüttenbergern rund neun Minuten vor dem Ende – Dominik Plaue kam für Leonard Grazioli – stellte die Bietigheimer vor keine Probleme mehr. Ebenso wenig wie eine permanente Unterzahl bei Hüttenberger Ballbesitz, weil Kohlrab einen siebten Feldspieler für Plaue brachte, oder die offene Manndeckung in den letzten rund acht Minuten.

So spielten sie

Bietigheim – Hüttenberg 31:26
SG BBM Bietigheim: 
Poltrum, Genz; Claus (3), Öhler (4), Wolf (4/1), Schäfer (6/2), De la Peña (7), Wiederstein (1), Velz (1), Hejny (1), Ehrlich, Brenner, Fischer (4).   TV Hüttenberg: 
Grazioli, Plaue; Schwarz (2), Kirschner (1), Opitz, Theiß (2), Fujita (1), Weber (6/2), Reichl (5), Klein (2), Kompenhans (2), Jockel 81), Ribeiro (1), Kuntscher (3). Halbzeit:
16:13.  Siebenmeter:
3/4 – 2/2.  Zwei-Minuten-Strafen: 
3 – 5.   Schiedsrichter: 
Fabian Baumgart (Neuried), Sascha Wild (Offenburg).  Zuschauer: 
314 (Viadukthalle). 

 
 
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