SG BBM: Bittere 24:33-Pleite beim HC Elbflorenz Ankersen-Team geht an der Elbe baden

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Rechtsaußen Lukas Wucherpfennig vom HC Elbflorenz knackte gegen Bietigheim die 200-Tore-Marke ⇥ Foto: Lutz Hentschel via www.imago-images.de

Zweitligist SG BBM Bietigheim erleidet im letzten Auswärtsduell der Saison ein 24:33-Debakel beim HC Elbflorenz.

Die Handballer der SG BBM Bietigheim können sich den vierten Platz in der Zweitliga-Abschlusstabelle seit Sonntagabend endgültig abschminken. Sie verloren am vorletzten Spieltag ihr Gastspiel beim HC Elbflorenz sang- und klanglos mit 24:33 (9:14) und können nach der zweiten Niederlage in Folge jetzt allenfalls noch Sechster werden. Und Interimstrainer Brian Ankersen machte eine völlig neue Erfahrung. Denn seit seinem Einstieg im März als Nachfolger von Hannes Jon Jonsson war der 33-jährige Däne mit der Mannschaft noch nie zweimal hintereinander leer ausgegangen.

Zur Krux aus Gästesicht wurden die letzten zehn Minuten vor der Pause, in denen Bietigheim kein einziger Treffer gelang. Das Dresdner Team, das im letzten Heimduell der Runde erstmals Zuschauer in seiner Ballsport-Arena begrüßen durfte – 698 an der Zahl –, nutzte die Schwächephase aus und warf nach einem 9:9-Zwischenstand mit fünf Toren am Stück eine 14:9-Führung heraus. Zuvor hatte der HC Elbflorenz stets einen Treffer vorgelegt und die SG BBM postwendend ausgeglichen.

Neues Mitglied im 200er-Klub

Besonders Lukas Wucherpfennig trumpfte groß auf. Allein im ersten Durchgang war der Rechtsaußen fünfmal erfolgreich. So fehlte ihm nach dem Seitenwechsel nur noch ein Erfolgserlebnis, um die magische 200-Tore-Marke zu knacken. Das haben in der laufenden Spielzeit bisher nur zwei Handballer in der Zweiten Liga geschafft: Christian Schäfer, Wucherpfennigs Pendant bei den Schwaben, sowie Tom Skroblien vom  TuS N-Lübbecke. Mit dem sechsten seiner insgesamt acht Treffer zum 15:9 (31.) trat am Sonntag nun auch Wucherpfennig dem erlauchten 200er-Klub bei. Schäfer musste sich mit vier Toren begnügen und steht jetzt bei 232 Saisontreffern – Liga-Bestwert.

Zweite Bewährungsprobe für Reich

Schon elf Tage zuvor in Hamm hatte die Spielgemeinschaft in der zweiten Hälfte einen Fünf-Tore-Rückstand aufgeholt und letztlich noch einen Punkt ergattert. Doch diesmal bekamen die personell dezimierten Bietigheimer, die ohne die verletzten Nick Lehmann, Patrick Rentschler und Martin Marcec sowie den erkrankten Dominik Claus antraten, kein Comeback mehr zustande. Wucherpfennig und seine Sachsen waren nicht zu stoppen. Die SG BBM fand dagegen weder in der Abwehr noch im Angriff ein Rezept, um die Begegnung noch mal spannend zu machen. Selbst Spielmacher Jonas Link und Schäfer, sonst Aktivposten, kamen nicht wie üblich zur Geltung. Wenigstens durfte sich im zweiten Durchgang Lucas Reich über den zweiten Saisoneinsatz freuen – und das 19-jährige Torwart-Talent machte seine Sache erneut gut. Am Ende ging die Ankersen-Sieben an der Elbe mit 24:33 baden. Schon das Hinspiel hatten die Dresdner gewonnen, allerdings hauchdünn mit 29:28.

HSV kommt zum Abschluss

Zum Abschluss ist am nächsten Samstag (18 Uhr) der designierte Meister HSV Hamburg in der Viadukthalle zu Gast. Obwohl das Etappenziel Rang vier jetzt nicht mehr erreichbar ist, sollte eine ansprechende Vorstellung vor eigenem Publikum eigentlich noch mal der Bietigheimer Anspruch sein.

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Dreikampf um den Aufstieg bleibt spannend

Der TuS N-Lübbecke hat am Samstag die vorzeitige Rückkehr in die Bundesliga verpasst. Der Tabellenzweite aus Nordrhein-Westfalen verlor in Rimpar mit 23:29 und hat nun am Samstag (18 Uhr) gegen Ferndorf die nächste Chance, den Sack zuzumachen. Bereits am Dienstagabend könnten in Hamburg die Sektkorken knacken. Denn mit einem Heimsieg im Nachholspiel gegen Hamm wäre der HSV wieder erstklassig. Bei einer Niederlage der Hanseaten könnte die SG BBM Bietigheim zum Rundenabschluss das Zünglein an der Waage spielen. In Lauerstellung befindet sich der drittplatzierte VfL Gummersbach, der einen Pluspunkt weniger auf dem Konto hat als das Führungsduo – und damit vor dem abschließenden Duell in Großwallstadt über die schlechteste Ausgangsposition verfügt.

 

 
 
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