Stadionsche Schloss Bönnigheim Pforzheimer reserviert Schloss

Von Helena Hadzic
Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler plant für das Schloss und den anhängigen Kavaliersbau ein Hotel, das immer noch für öffentliche Veranstaltungen zugänglich sein wird. Foto: /Martin Kalb

Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler unterschreibt im Januar den Vertrag – ein Hotel soll ins Stadionsche Schloss Bönnigheim.

Eine europaweite Ausschreibung für das Stadionsche Schloss hat einen Unternehmer aus dem Pforzheimer Raum angelockt: Wolfgang Scheidtweiler hat sich mit seinem Konzept für ein Hotel durchgesetzt. Im Januar wird er einen Reservierungsvertrag unterschreiben, der weitere Verhandlungen mit weiteren Interessenten seitens der Stadt verhindert. Der Vertrag soll etwa ein Jahr gültig sein – in diesem Zeitraum solle der Unternehmer die Planungen, Genehmigungen und Kostenkalkulation abgeschlossen haben, so die Aussagen von Bönnigheims Bürgermeister Albrecht Dautel.

Beginn der Bauarbeiten im

Jahr 2023

Anfang 2023 werde man mit den Bauarbeiten beginnen, wenn alles nach Plan läuft, sagte Dautel. Bevor allerdings das Schloss als Hotel genutzt werden könne, müsse man noch viel am Innenausbau tun. Auch müsse man deswegen alle Einzelheiten mit dem Denkmalschutz abstimmen.

Vor etwa 25 Jahren wurde das Stadionsche Schloss von der Stadt erworben. Bis Mitte 2020 wurde es als Museum Zander genutzt. Seither steht das Schloss leer, nur einzelne Veranstaltungen im öffentlichen Rahmen haben dort stattgefunden. Der Gemeinderat habe daher im letzten Jahr intensiv darüber diskutiert, welche Nutzung man dem Schloss zuführen könne. In Betracht kam unter anderem, dort die Bücherei oder die Musikschule unterzubringen. Albrecht Dautel hatte persönlich eine andere Vorstellung: „Das Schloss als Rathaus zu nutzen – das hätte ich gerne gesehen“, so Dautel. Das Bönnigheimer Rathaus sei schlicht und ergreifend in einem „katastrophalen Zustand“.

Nach langen Diskussionen sei der Gemeinderat dann im Sommer in einer Grundsatzdiskussion zu dem Entschluss gekommen, dass ein Hotel in das Schloss und den anhängigen unsanierten Kavaliersbau soll, weil sich so die bestmögliche Nutzung der Räumlichkeiten anbiete.

Hotel-Unternehmer kommt ins Spiel

Daraufhin kam es zur europaweiten Ausschreibung, womit der Pforzheimer Unternehmer Wolfgang Scheidtweiler ins Spiel kam. Dieser konnte mit seinem Konzept überzeugen – nicht zuletzt, weil er im Landkreis kein unbekanntes Terrain betritt. Im Jahr 2020 hat Scheidtweiler einen Baukonzessionsvertrag mit der Stadt Vaihingen über das bis dato leer stehende Schloss Kaltenstein geschlossen. Seither wird das Schloss renoviert, Hotel und Gastronomie sollen rein.

Scheidtweiler betreibt neben seinem Brauhaus auch Hotels, unter anderem in Stuttgart und in Heilbronn. Helena Hadzic

 
 
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