Steelers gewinnen 6:2 in Kaufbeuren Mit Galavorstellung zurück auf Platz vier

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Evan Jasper (rechts), hier gegen den Kaufbeurer Verteidiger Florin Ketterer, erzielte am Montag den Bietigheimer 1:1-Ausgleich und bereitete zwei weitere Tore vor.    ⇥ Foto: nordphoto GmbH / Hafner via www.imago-images.de

Die Bietigheim Steelers gewinnen beim ESV Kaufbeuren mit 6:2 und profitieren von den Patzern der Konkurrenz.

Die Bietigheim Steelers haben am Montagabend den vierten Rang zurückerobert und würden, Stand heute, am 20. April mit dem Heimvorteil ins Playoff-Viertelfinale der DEL2 starten. Sie selbst setzten sich beim bisherigen Tabellennachbarn ESV Kaufbeuren dank einer Topleistung mit 6:2 durch und profitierten gleichzeitig vom Ausrutscher der Löwen Frankfurt gegen Landshut. Der SCB ist jetzt punktgleich mit den zweitplatzierten Tölzer Löwen und dem Dritten EHC Freiburg, die beide zum Wochenbeginn Heimniederlagen kassierten. Alle drei Klubs haben 80 Zähler auf dem Konto. „Wir haben unsere Beine und unser Selbstvertrauen wiedergefunden“, freute sich Steelers-Trainer Danny Naud über den zweiten Sieg binnen drei Tagen nach zuvor drei Pleiten am Stück. „Heute wollten wir es ein bisschen mehr als Kaufbeuren.“

Ein Geniestreich von Fabian Koziol bescherte dem formstarken ESVK in der 19. Minute die 1:0-Führung. Der 21-jährige Verteidiger düste von der eigenen blauen Linie los und Fabian Ribnitzky davon, täuschte einen Querpass auf den mitgelaufenen, aber von Benjamin Hüfner gedeckten Sami Blomqvist vor – und schoss den Puck dann, ohne genau hinzusehen, in den rechten oberen Torwinkel.

Dreistes Billardtor

Im zweiten Durchgang wurde das ohnehin schon flotte Duell noch rasanter. Glück hatten die Gäste, dass Kaufbeurens Topscorer John Lammers nur den Pfosten traf. Genauer zielten die Steelers, die bis zur 34. Minute aus dem Rückstand eine Führung machten. Nach einem Scheibenverlust der Hausherren in der offensiven Zone probierte es Evan Jasper wie zuvor Koziol auf eigene Faust, statt in der Mitte seinen kanadischen Landsmann Riley Sheen zu bedienen – eine kluge Entscheidung, denn sein Schuss schlug zum 1:1-Ausgleich ein (27.). Fast schon dreist war Alexander Preibischs Treffer zum Bietigheimer 2:1. Der Stürmer tankte sich über rechts durch, hatte bereits die rote Torlinie passiert und schoss aus seiner eigentlich aussichtslosen Lage auf den Kasten. Mit Erfolg: Von Benedikt Hötzingers Innenschiene rutschte der Puck ins Netz. Ein Billardtor. Doch bereits 133 Sekunden später besorgte Blomqvist nach einem Traumpass von Alexander Thiel das 2:2 für die Allgäuer (36.).

Im Schlussviertel hielten beide Mannschaften das Tempo weiter hoch und erspielten sich viele Chancen. Mit einem Doppelschlag schossen Sheen (50.) und Brett Breitkreuz (51.) innerhalb von 69 Sekunden einen Bietigheimer Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Nachdem die Gäste auch das erste Powerplay des Abends (!) schadlos überstanden hatten, zweifelte niemand mehr an einem Steelers-Sieg.

Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend machte Preibisch den Deckel drauf, indem er eiskalt zum 5:2 ins kurze Eck vollendete (55.). Ein Bonus war dann Breitkreuz’ Überzahl-Tor zum 6:2-Endstand, den der stark aufspielende Jasper mit einem Bauerntrick mustergültig vorbereitet hatte. „6:2 ist etwas zu hoch. Ein 4:2 oder 3:2 wäre auch okay gewesen“, stellte SCB-Coach Naud fest. Am Freitag (19.30 Uhr) geht’s für sein Team zu Hause gegen Landshut weiter.

 
 
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