Steelers schlagen Eispiraten klar Zientek ist der Dosenöffner

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Bietigheims Stürmer Evan Jasper wird von Crimmitschaus Torhüter Ilya Andryukhov und Kelly Summers ordentlich in die Mangel genommen. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

Der Stürmer der Bietigheim Steelers trifft bei seinem Comeback nach Verletzungspause gegen die Eispiraten Crimmitschau doppelt.

Einen souveränen Heimsieg gegen die Eispiraten Crimmitschau landete der Zweitligist Bietigheim Steelers am Donnerstagabend. Die Mannschaft von Trainer Danny Naud bezwang den starken Playoff-Anwärter mit 4:1.

Obwohl Michael Bitzer zuletzt beim  3:0 über Frankfurt seinen ersten Shutout geholt und auch geglänzt hatte, setzte Bitzers Coach Mario Richer gegen die Steelers auf Ilya Andryukhov im Tor. Und der Wechsel sollte sich auszahlen, denn der 30-Jährige hielt seine Farben in der Anfangsphase mit Paraden fast im Minutentakt im Spiel. Bei den Steelers im Gehäuse stand erneut Jimmy Hertel, der nach fünf Minuten bei einem Schuss von Patrick Pohl das erste Mal eingreifen musste. Wesentlich brenzliger wurde es allerdings in der zehnten Minute, als Crimmitschaus Lukas Lenk einen Schuss aus guter Position nur an den Pfosten nagelte. Sechs Minuten später wiederholte Evan Jasper das Kunststück auf der Gegenseite. Da auch C.J. Stretch beim Eins-gegen-eins mit Andryukhov seinen Meister im Gäste-Goalie fand, ging es mit einem torlosen Remis in die Pause. Während die Hausherren das erste Drittel mit einem klaren Chancenverhältnis von 14:7 abgeschlossen hatten, verlief der zweite Abschnitt ausgeglichener.

Während Andryukhov bei einer Doppelchance von Riley Sheen und Jasper überragend klärte (28.), hatte zuvor Pohl auf der Gegenseite erneut den Pfosten getroffen. Doch in der 29. Minute war es ausgerechnet der gerade wiedergenese Benjamin Zientek, der endlich das Eis brach und nach toller Vorarbeit von Norman Hauner zum 1:0 vollendete. Es sollte der berüchtigte Dosenöffner gewesen sein, denn nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte C.J. Stretch nach überragendem Solo auf 2:0. Doch so einfach wollten sich die stets gefährlichen Sachsen nicht geschlagen geben. In der 36. Minute stellte Lukas Vantuch nach Vorarbeit des omnipräsenten Pohl den Anschluss her. Doch mit der Pausensirene schlugen die Steelers noch einmal zurück. Steelers-Rekordmann René Schoofs verwertete nach Torschuss von Sheen einen Abpraller zum 3:1.

Die Gäste kamen mit Wut im Bauch zurück aufs Eis und drängten auf den zweiten Treffer. Doch Jimmy Hertel klärte mehrfach stark. Erst in Überzahl wurden die Steelers wieder gefährlicher. So scheiterte Alex Preibisch nur knapp (49.). Eine überragende Einzelaktion von Zientek sorgte dann jedoch für die Vorentscheidung. Der Stürmer, der überraschend auch in der Starting-Six gestanden hatte, nagelte einen Handgelenkschuss humorlos in den Winkel (51.) und half mit seinem zweiten Treffer der Partie maßgeblich mit, den vierten Platz der Steelers zu verteidigen.

 
 
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