Steinmetz-Werke auf dem alten Friedhof in Besigheim Bald genügend Geld für die Stelen

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Einen großen Spendenbeitrag für den Kauf der Stelen leistete die Besigheimer „Wir-Liste“. Stadtrat Edgar Braune (rechts) übergab einen Scheck in Höhe von 3300 Euro an Bürgermeister Steffen Bühler. ⇥ Foto: Martin Kalb

Es sind vor alllem private Spender, die den Kauf der Steinmetz-Werke auf dem alten Friedhof in Besigheim ermöglichen. Jetzt steuerte die „WIR“-Fraktion 3300 Euro bei.

Die Hängepartie könnte bald beendet sein: Es fehlt nicht mehr viel, um die Summe für den Kauf der 21 Stelen auf dem alten Besigheimer Friedhof zusammen zu haben. Einen bedeutenden Beitrag leistete jetzt die Fraktion „WIR“ im Besigheimer Gemeinderat. Stadtrat Edgar Braune überreichte einen Scheck in Höhe von 3300 Euro an Bürgermeister Steffen Bühler, die er gemeinsam mit seinen Fraktionskollegen Manfred Hiller und Frank Land spendete.

Zur Hängepartie ist die Angelegenheit vor allem deshalb geraten, weil sich die Stadt beim Kauf der Stelen bedeckt hält. Die Stelen waren im Jahr 2013 auf dem Alten Friedhof von Steinmetzen aus der Region aufgestellt worden, viele von ihnen haben einen direkten Bezug zur Besigheimer Geschichte.

Stadt hält sich bedeckt

Die Ausstellung sollte zunächst fünf Jahre dort bleiben. Schnell zeigte sich, dass die künstlerisch gestalteten Stelen den historischen Ort aufwerten, der Wunsch nach einem dauerhaften Verbleib und damit nach dem Kauf kam auf. Pro Stele 1000 Euro, in Summe also 21 000 Euro, das war die Preisvorstellung der Steinmetze, die sämtlich der regionalen Innung angehören.

Viel zu hoch, meinte Bürgermeister Steffen Bühler. Immerhin erklärte sich die Stadt damals bereit, eine erste Summe von Spenden in Höhe von damals etwa 2100 Euro zu verdoppeln. Das ist immer noch Stand der Dinge, bestätigte Kulturamtsleiterin Anette Walz auf Nachfrage der BZ.

Mittlerweile jedoch fehlt nur noch wenig, um die Stelen endlich kaufen zu können. Das sagte Katrin Held aus Ottmarsheim, die in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben rund 10 000 Euro an Spenden gesammelt hat und mit eigenen Aktionen wie ihrer Marmeladenbörse und Führungen über den Alten Friedhof dazu beigetragen hat. Das Angebot der Stadt eingerechnet dürften auf dem Konto der Stadt und auf dem von den Steinmetzen eingerichteten Spendenkonto nach ihrer Berechnung etwa 20 000 Euro verfügbar sein.

Dazu haben Firmen mit größeren Spenden, Künstler mit Konzerten und viele Einzelspender mit kleinen Summen beigetragen. Das Bündnis Mensch und Umwelt sowie die SPD unterstützten das Projekt ebenfalls, so Held. Die Spender erwarteten nun, dass die Stadt die Stelen auch kauft und danach für deren dauerhafte Unterhaltung sorgt, machte Katrin Held deutlich.

In Kürze werde die Stadt Kontakt zu den Steinmetzen aufnehmen, sagte Kulturamtsleiterin Anette Walz: „Es sieht so aus, dass man zum Ziel kommt.“ Auch Katrin Held, die über das Angebot der Stadt nach wie vor den Kopf schüttelt, ist zuversichtlich: „Wir wollen die Sache zu einem positiven Abschluss bringen.“

 
 
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