Tübinger Impfstoff-Hersteller baut auf Unternehmen aus dem Kreis Ludwigsburg Freiberger Firma liefert Behälter für Covid-Impfstoff

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Stolz präsentieren die Mitarbeiter von Raff & Grund einen Teil der Lieferung an das Tübinger Unternehmen CureVac. Weitere Behälter folgen. ⇥ Foto: Unternehmen

Raff & Grund baut Behälter für CureVac in denen das Vakzin der Tübinger produziert wird.

Der Covid-19-Impfstoffkandidat CVnCoV der Firma CureVac kommt aus Tübingen. Die Behälter, in denen der Impfstoff produziert wird, stammt aus Freiberg. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat der Behälterspezialist Raff & Grund nun drei weitere Linien mit Behältern für das biopharmazeutische Unternehmen fertig gestellt, wie die Freiberger mitteilen. Für den Auftrag werden in den nächsten Wochen und Monaten weitere Behälter folgen. „Das ist für uns natürlich eine Sache, die uns stolz macht“, sagt Geschäftsführer Tilman Raff.

 Der CureVac-Impfstoff basiert auf der neuartigen mRNA-Technologie, die den menschlichen Körper anleitet, seine eigenen Abwehrmechanismen zu aktivieren. Dazu wird der Botenstoff mRNA verwendet, der die Bauanleitung für die Herstellung von Proteinen enthält. Für den Impfstoffkandidaten CVnCoV  wurde die mRNA so programmiert, dass sie als Gebrauchsanweisung für die Produktion des so genannten Spike-Proteins dient. Nach der Injektion des Impfstoffs und der körpereigenen Produktion des Spike-Proteins erkennt der Körper das Protein als etwas Fremdes und aktiviert daraufhin seine Immunzellen, um Antikörper und T-Zellen dagegen herzustellen. Auf diese Weise ahmt der Impfstoff die natürliche Virusinfektion nach und aktiviert das Abwehrsystem des Körpers. CVnCoV befindet sich derzeit in der klinischen Phase 2b/3 zur Prüfung der Sicherheit sowie Wirksamkeit des Impfstoffes, eine Zulassung strebt das Unternehmen im zweiten Quartal 2021 an.

Die hauptsächlich mobilen Behälter sind alle mit hygienischen Magnet-Rührwerken, moderner Sensorik und Steuerungen ausgerüstet. „Wir haben das Hauptaugenmerk auf die besonders hygienische Ausführung sowie den sicheren Umgang mit notwendigen Hilfsstoffen gelegt. Hierfür wurden die Behälterkonstruktionen speziell optimiert“, sagt  Raff. Etwa 60 Mitarbeiter hat Raff & Grund, ein Großteil davon arbeitet an dem Projekt für CureVac. Mehrere Wochen Arbeit werden pro Behälter investiert.

Ab jetzt können alle drei bis vier Wochen weitere zwei bis drei Linien für die Impfstoffproduktion geliefert werden. Raff: „Vor allem danken wir als Geschäftsleitung auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den letzten Monaten einen großartigen Einsatz gezeigt und damit die schnelle Auftragsumsetzung erst ermöglicht haben.“

 
 
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