SG BBM Bietigheim bei TuS Metzingen Seriensieger im Schwabenduell

Von bzh
Karolina Kudlacz-Gloc bejubelt einen Bietigheimer Treffer. Die Polin feierte am Montag ihren 37. Geburtstag.  ⇥ Foto: R4883 Marco Wolf

Die SG BBM ist beim Dritten TuS Metzingen zu Gast. Die letzten 13 Derbys gingen alle an Bietigheim.

Zwei Seriensieger treffen an diesem  Mittwoch (19.30 Uhr/Live auf Sportdeutschland.TV) in der Öschhalle aufeinander. Die  TuS Metzingen erwartet den Spitzenreiter SG BBM Bietigheim zum Topspiel.

Zwar ist die Erfolgsserie der „TusSies“ nicht so lang wie die der seit rund zehn Monaten ungeschlagenen SG, aber die „Pink Ladies“ haben mit ihren drei klaren Siegen seit Jahresbeginn rechtzeitig vor dem Schwabenduell ein Ausrufezeichen gesetzt. Metzingen gewann gegen Leverkusen (35:26), in Halle-Neustadt (33:25) und in Blomberg (36:30). Mit 16:8 Punkten schoben sich die Ermstälerinnen auf Rang drei hinter Bietigheim (22:0) und Dortmund (18:2) vor. Genau diese Platzierung erreichte Metzingen auch in den beiden letzten gewerteten Spielzeiten.

Daneben standen die „TusSies“ fünfmal in Folge im Pokal Final Four. In dieser Saison schieden die Spielerinnen von Trainerin Edina Rott, die nach der Saison ihr Amt niederlegt, aber im Cupwettbewerb schon früh aus – gegen Bietigheim. Beim 24:32 in Ludwigsburg waren sie ohne Chance. Es war der 13. Derbysieg der SG gegen den Nachbarn in Folge.

Die letzte Niederlage kassierte der Tabellenführer vor fast genau sechs Jahren: Bei Metzingens 30:28-Erfolg erzielte Anna Loerper 17 Tore. Zwei Jahre danach wechselte „Lumpi“ die Fronten, schloss sich der SG an.

Halbes Heimspiel für SB-BBM-Trainer Gaugisch

Direkt nach der Gala gegen Baia Mare richtete Markus Gaugisch den Fokus auf die Partie in Metzingen, die für ihn ein halbes Heimspiel ist. Knapp 25 Kilometer sind es von seinem Wohnort Nehren bis zur Öschhalle, seine Tochter geht in der A-Jugend-Bundesliga und im Drittligateam der „TusSies“ auf Torjagd. Bei deren Spielen ist Gaugisch auch in verschiedenen Funktionen, vom Aufbauhelfer bis zum Videomann, ehrenamtlich tätig. „Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Baia Mare“, warnt der SG-Trainer.

Gleich sechs Metzingerinnen waren im Dezember bei der WM im Einsatz: Linkshänderin Marion Kalf, die die Torschützenliste mit 71 Treffern anführt, die talentierte Lena Sophia Degenhardt und die kurz vor der WM eingebürgerte Silje Brøns Petersen spielten für Deutschland. Anna Albek trug Ungarns Trikot, Dagmara Nocun markierte als polnische Linksaußen 21 Treffer. Noch erfolgreicher war Katarina Pandza. Bereits in den ersten drei Partien erzielte die 19-jährige Österreicherin 23 Tore, wurde dann aber von einer Corona-Infektion gestoppt. Die Rückraumspielerin ist wieder fit, war zuletzt in Blomberg mit sieben „Buden“ die erfolgreichste TuS-Werferin.

Fans von TuS Metzingen als Faktor

Metzingens Prunkstück ist der Angriff. „Sie sind sehr gut drauf, haben wahnsinnig viel Offensivkraft und sind vorne bestens eingespielt“, weiß Gaugisch, der auch die Rolle der leidenschaftlichen Fans nicht vergisst: „Das kann viel bewirken. 500 Zuschauer in der Öschhalle wirken anders als 500 in der MHP-Arena oder gar in einem Fußballstadion.“

Am Montag feierte Karolina Kudlacz-Gloc ihren 37. Geburtstag. Dem SG-Ritual entsprechend war das vorherige Geburtstagskind für den Kuchen zuständig. Melinda Szikora servierte eine Torte mit Brombeeren. Für das nachträgliche Sahnehäubchen soll die Mannschaft mit einem Sieg in Metzingen sorgen.

 
 
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