Löchgau Kürzere Öffnungszeiten im Hasennest

Von Helena Hadzic
Die Randzeiten von einer halben Stunde am Morgen und einer halben Stunde am Nachmittag werden künftig nicht mehr im Kinderhaus Hasennest angeboten werden. Foto: /Martin Kalb

In den letzten Jahren wurde die Kindertagesbetreuung ausgebaut – Hausleiterin Silke Ziegler vom Kinderhaus Hasennest, sieht den Bedarf an Plätzen in den nächsten beiden Jahren gedeckt.

Es ist gewaltig, wie sich der der Kita-Bedarf entwickelt“, sagte Silke Ziegler, Hausleitung in der Kindertagesstätte Löchgau, in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Damit leitete sie ihre Präsentation über die Kindergartenbedarfsplanung und die Vorausschau für 2025 ein, die sie vollumfänglich positiv einschätzt. Durch die vorgenommen Veränderungen und Umstrukturierungen können wir dem Bedarf nachkommen“, erklärte die Hasennest-Leiterin.

Die Platzkapazität habe sich im Krippen-Bereich von 30 Plätzen im Jahr 2016 auf 60 Plätze erhöht, im Kita-Bereich seien die 210 Plätze auf 265 Plätze gestiegen – mit der Möglichkeit, um weitere 40 Plätze in der Kita Schulstraße zu erhöhen. Damit wären es 305 Plätze. Im Vergleich zu den Jahren 2015/2016 – damals gab es noch 11 Gruppen in vier Kitas – gebe es derzeit 17 Gruppen in fünf Kitas. In diesem Zusammenhang werden auch die Öffnungszeiten des Kinderhauses Hasennest angepasst – dies wurde durch die Räte einstimmig beschlossen.

Fehlende Masern-Schutzimpfung

Momentan gebe es kein Kind in Löchgau, das keinen Kita-Platz habe – außer jene, dessen Eltern die Masernschutz-Impfung ihres Schützlings nicht nachweisen konnten. „Das kommt in letzter Zeit häufiger vor“, meint Ziegler. Eine Masernschutz-Impfung wiederum sei verpflichtend, um den Anspruch auf einen Kita-Platz wahrnehmen zu können.

Die Veränderungen in Löchgau schlagen sich nun auch auf die Öffnungszeiten im Kinderhaus Hasennest nieder – dort werden nämlich die Öffnungszeiten angepasst. Während im Kinderhaus die Betreuung bislang von 7 bis 16 Uhr angeboten wurde, wird diese nun um eine Stunde verkürzt, nämlich von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Der Bedarf dieser Randzeiten fällt eher gering aus – lediglich sieben Kinder nehmen das Angebot vormittags und vier Kinder nachmittags wahr – davon fallen im Dezember aber weitere zwei Familien weg, die das Angebot nutzen.

Mit der Anpassung werde zudem eine Harmonisierung des Kinderhauses Hasennest, der Krippe, dem Kindergarten Schulstraße und der Grundschule angestrebt, erklärte Ziegler; die personelle Situation der Fachkräfte werde damit aufgefangen. Jedoch werden, das betonte die Hasennest-Leiterin, die bereits gebuchten Betreuungszeiten der Familien nicht unwirksam. Die Anpassung gelte für Neuanmeldungen und das künftige Betreuungsangebot des Kinderhauses; bereits gebuchte Betreuungszeiten inklusive der Randzeiten würden somit von selbst auslaufen. Mit dem Elternbeirat sei Rücksprache gehalten worden, wodurch das Vorhaben bestätigt wurde.

Was die allgemeine personelle Situation angeht, werde der Mindestpersonalschlüssel eingehalten – darüber hinaus gebe es auch einen „Puffer“. „Im Vergleich zu anderen Gemeinden, geht es uns sogar gut“, sagt Ziegler. Die Gemeinde kann Erzieher, pädagogische Fachkräfte, Auszubildende, Zusatzkräfte sowie Eingliederungshilfen vorweisen. Zudem wurden in den letzten drei Jahren nahezu alle Azubis übernommen, berichtete Ziegler.

Eine Vorausschau

Mit einer leichten Überbelegung ab Juni nächsten Jahres ist im Birkenweg zu rechnen, die Überbelegung der Kindertagesstätte in der Beethovenstraße wird ab Mai 2024 eintreten, die allerdings durch die Verlegungen in die Schulstraße ausgeglichen werde. „Wir rechnen mit keiner Überbelegung, die nicht zu stemmen wäre“, fügte Ziegler hinzu. Der Ausblick sei positiv. Die Investition in den Bildungs- und Betreuungscampus sei eine gute Entscheidung gewesen, konstatierte Bürgermeister Robert Feil. „Man sieht, dass sich das positiv auf das Ergebnis auswirkt“, sagte er.

 
 
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