Stadtrat und IHK-Präsident gestorben Trauer um Thomas Wiesbauer

Von Uwe Mollenkopf
Thomas Wiesbauer.⇥ Foto: Andreas Dalferth

Der 53-jährige Bietigheim-Bissinger Unternehmer, Stadtrat und IHK-Präsident ist überraschend verstorben.

Völlig unerwartet ist der Unternehmer, langjährige Stadtrat und IHK-Präsident Thomas Wiesbauer am vergangenen Donnerstag im Alter von 53 Jahren an seinem Urlaubsort verstorben. Oberbürgermeister Jürgen Kessing und die Mitglieder des Gemeinderats zeigten sich bestürzt über die Nachricht von seinem plötzlichen Tod.

Seit 2004 im Gemeinderat

Thomas Wiesbauer war seit 2004 Mitglied des Gemeinderats in Bietigheim-Bissingen. Seit 2014 leitete er dort die CDU-Fraktion. Als Fraktionschef setzte er sich unter anderem mit Nachdruck gegen Belastungen der Bürger durch Steuern und Gebühren ein. Auch „Bauen“ und „Verkehr“ waren seine Themen. Wiesbauer war zudem lange Jahre Mitglied des Ludwigsburger Kreistags.

Der Geschäftsführer der Bietigheim-Bissinger Firma Wiesbauer Krane leitete das Unternehmen seit 1990 in der dritten Generation zusammen mit seiner Frau Sabine und seinem Bruder Jochen. Seit einiger Zeit übergab er mehr und mehr Verantwortung an seine beiden erwachsenen Kinder. „Sein Verlust ist ein tiefer Einschnitt in seiner Familie, seinem Unternehmen wie auch in seiner ehrenamtlichen Arbeit. Die Stadt Bietigheim-Bissingen wird seiner stets ein ehrendes Gedenken bewahren“, heißt es in der städtischen Mitteilung.

Auch IHK-Präsidentin Marjoke Breuning äußerte sich tief betroffen vom Tod Wiesbauers: „Die Mitglieder der Präsidien, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ich selbst sind tief bestürzt.“ Und: „Wir sind in diesen schweren Stunden mit unseren Gedanken bei seiner Familie und seinen Freunden. Uns wird Thomas Wiesbauer sehr fehlen.“ Seine zupackende Art, sein Humor und sein unermüdlicher Einsatz für die regionale und die überregionale Wirtschaft „werden uns immer in Erinnerung bleiben“.

Wiesbauer war seit 2009 bei der IHK-Bezirkskammer aktiv und 2021 zu deren Präsident gewählt worden. Er habe der IHK sehr viel Zeit gewidmet, „die aufgrund seiner unternehmerischen Tätigkeit ohnehin knapp bemessen war“, teilen die Vizepräsidentin und der Vizepräsident, Birgit Werner-Walz und Prof. Stefan Mecheels, mit. Die IHK und die vielen Unternehmer im Kreis Ludwigsburg hätten sich immer auf ihn verlassen können.

Einsatz für Bürokratieabbau

Das Voranbringen der dualen Ausbildung sei ein großes Anliegen von Thomas Wiesbauer gewesen. Das habe in seiner Branche, dem Verkehrsgewerbe, gegolten, sei aber weit darüber hinaus gegangen. Insbesondere habe er seine vielfältigen Erfahrungen in der Kommunalpolitik aktiv in die Diskussion und Positionierung im Ludwigsburger IHK-Gremium eingebracht. Ganz besondere Motivation habe er als Präsident in das Thema Bürokratieabbau gelegt, das er mit großer Unterstützung aus dem Gremium auf allen Ebenen vehement einforderte. „Thomas Wiesbauer hinterlässt eine große Lücke. Wir sind ihm in jeglicher Hinsicht zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, so Breuning.

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